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D

Doppelaxt

Die Doppelaxt (Labrys) geht auf die Amazonen zurück und gilt seit den 1970er Jahren als feministisches Symbol und Erkennungszeichen für Lesben.



Drag-Queen / Drag-King

Drag bedeutet „Dressed as a Girl“. Menschen bezeichnen hiermit oft ihre Bühnenpersönlichkeit. Drag-Queens bzw. Drag-Kings sollten nicht mit trans* Personen verwechselt werden, da Drag Künstler*innen lediglich mit einer alternativen Identität spielen. 


Dyke

Dyke ist eine englische Bezeichnung für „Lesbe“. Früher wurden eher maskuline Lesben damit gemeint und diese Bedeutung gibt es noch heute. Die Bedeutung weitete sich mit der Zeit jedoch aus und wurde zu einem positiven Begriff, der mit Selbstbehauptung und Zähigkeit assoziiert wird. Inzwischen wird er auch im Englischen teilweise als einfaches Synonym für „Lesbe“ verwendet.


Dysphorie

Dysphorie empfinden vor allem nichtbinäre und trans* Menschen. Dysphorie ist ein Gefühl von körperlichem oder sozialem Unwohlsein. Manche nicht-binäre oder trans* Personen empfinden Dysphorie, wenn ihre Umwelt sie in einem falschen Geschlecht wahrnimmt, oder wenn ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Geschlecht nicht zu ihrem eigenen Aussehen, Verhalten und Sein passen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese eigene Unzufriedenheit auch mit dem Druck und den Erwartungen der Gesellschaft zu tun hat. Viele trans* Personen und manche nicht-binären Personen ergreifen Maßnahmen wie Hormontherapien und/oder Operationen, um ihre Körper dieser Wahrnehmung anzupassen.

Nicht alle trans* Personen (binär sowie nicht-binär) erleben Dysphorie.


F

frauenliebend

Viele ältere lesbische Frauen bezeichnen sich oft selbst nicht als "lesbisch", da dieser Begriff lange eine negative Konnotation hatte.


G

Gender

Ein englischer Begriff für das sozial gelebte Geschlecht.


genderfluid

Bei genderfluiden Personen ändert sich die Geschlechtsidentität über einen Zeitraum oder auf bestimmte Situationen bezogen. Das Geschlecht kann zwischen allen möglichen Geschlechtern wechseln, z.B. von männlich zu weiblich, aber auch von weiblich zu nonbinary, von nonbinary zu agender, etc.  Im Unterschied zu einer genderqueeren Identität ändert sich die Identität und ist nicht unbedingt zu jedem Zeitpunkt außerhalb der Geschlechterbinarität zu verorten.


gendersensible Sprache

hiermit können alle Geschlechter und Menschen, die sich keinen Geschlechtern zuordnen angesprochen werden. 

Beispiel:

mehrere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden gendersensibel 

"Mitarbeitende"/ "Mitarbeiter*innen"/ "Mitarbeiter_innen" oder "Mitarbeiter:innen" geschrieben



Geschlechtsangleichung

Manche trans* Personen nehmen eine Geschlechtsangleichung (bzw. Transition) vor. Diese kann auf verschiedenen Ebenen ablaufen:

1. Sozial

Das (teilweise) Bekannt- und Sichtbarmachen des tatsächlichen Geschlechts (z.B. durch äußeres Coming-Out, Kleidung, Accessoires, Wahl eines anderen Vornamens) oder des zwischen oder bzw. außerhalb von Geschlechtern Seins.

2. Rechtlich

a) Vornamensänderung (VÄ)

b) Personenstandsänderung (PÄ) Voraussetzungen: Antrag beim Amtsgerich, zwei vom Gericht bestellte Gutachten, mehrmonatige Dauer, Kosten über 1000 Euro.

3. Medizinisch

z.B. Hormonersatztherapie, chirurgische Eingriffe. Voraussetzungen: Diagnose "Transsexualität" nach ICD-11, Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der gesetzlichen Krankenkassen (MDK) nach der Leitlinie "Standards der Bahandlung und Begutachtung von Trans* Personen".



Geschlechtsidentität

Geschlechtsidentität beschreibt das Geschlecht einer Person. Die Geschlechtsidentität  wird von einer Person selbst bestimmt und ist nicht abhängig von der Wahrnehmung anderer.



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