Glossar Diversity


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D

demisexuell

wörtlich übersetzt: zur Hälfte sexuell. Demisexuelle Menschen spüren erst einmal keine sexuelle Anziehung. Körperliche Lust entsteht nur, wenn eine starke emotionale Bindung aufgebaut wird.


Diskriminierung

Diskriminierung unterscheidet, schließt aus, benachteiligt oder bevorzugt. Sie trifft Menschen z.B. auf Grund von Herkunft, Nationalität, Sprache, Religion und Aufenthaltsstatus, auf Grund der Hautfarbe, einer Behinderung oder des Erscheinungsbildes, auf Grund von Alter, Geschlecht und sexueller Identität, wegen des Bildungsstandes oder der sozialen Stellung. Wer diskriminiert, nimmt bestimmte Merkmale einer Person in den Blick und begründet damit ihre Ungleichbehandlung. Diskriminierung richtet sich gegen einzelne Menschen oder gegen sogenannte Gruppen (z.B. trans* Personen, schwule Männer, Schleier oder Kopftuch tragende Muslima, Schwarze Menschen) und kann verbal, tätlich oder strukturell in Erscheinung treten.


divers

Selbstbezeichnung von Personen, die sich nicht in das binäre Geschlechtssystem „männlich“ und „weiblich“ einordnen lassen oder einordnen wollen. Seit 2018 ist "divers" eine dritte Geschlechtsangabe in personenbezogenen Dokumenten. Jedoch ist dieser Geschlechtereintrag rechtlich nur für inter* Personen möglich. 


Diversität

Diversität kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Vielfalt und Vielfältigkeit. Der Begriff Diversität fokussiert auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Menschen. Dabei stehen historisch gewachsene gesellschaftliche Differenzsetzungen im Mittelpunkt, die soziale Ungleichheiten hervorgebracht haben.



diversitätssensibel

bedeutet anerkennend, wertschätzend und vorurteilsfrei mit gesellschaftlicher Vielfalt und der Vielfalt von Menschen umzugehen.


Doppelaxt

Die Doppelaxt (Labrys) geht auf die Amazonen zurück und gilt seit den 1970er Jahren als feministisches Symbol und Erkennungszeichen für Lesben.



Drag-Queen / Drag-King

Drag bedeutet „Dressed as a Girl“. Menschen bezeichnen hiermit oft ihre Bühnenpersönlichkeit. Drag-Queens bzw. Drag-Kings sollten nicht mit trans* Personen verwechselt werden, da Drag Künstler*innen lediglich mit einer alternativen Identität spielen. 


Dyke

Dyke ist eine englische Bezeichnung für „Lesbe“. Früher wurden eher maskuline Lesben damit gemeint und diese Bedeutung gibt es noch heute. Die Bedeutung weitete sich mit der Zeit jedoch aus und wurde zu einem positiven Begriff, der mit Selbstbehauptung und Zähigkeit assoziiert wird. Inzwischen wird er auch im Englischen teilweise als einfaches Synonym für „Lesbe“ verwendet.


Dysphorie

Dysphorie empfinden vor allem nichtbinäre und trans* Menschen. Dysphorie ist ein Gefühl von körperlichem oder sozialem Unwohlsein. Manche nicht-binäre oder trans* Personen empfinden Dysphorie, wenn ihre Umwelt sie in einem falschen Geschlecht wahrnimmt, oder wenn ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Geschlecht nicht zu ihrem eigenen Aussehen, Verhalten und Sein passen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese eigene Unzufriedenheit auch mit dem Druck und den Erwartungen der Gesellschaft zu tun hat. Viele trans* Personen und manche nicht-binären Personen ergreifen Maßnahmen wie Hormontherapien und/oder Operationen, um ihre Körper dieser Wahrnehmung anzupassen.

Nicht alle trans* Personen (binär sowie nicht-binär) erleben Dysphorie.