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A

agender

Menschen, die sich mit keinem der Geschlechter identifizieren.


AIDS

AIDS (englisch: acquired immune deficiency syndrome): „erworbenes Immunschwächesyndrom“, bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen, die beim Menschen infolge der durch eine HIV-Infektion ausgelösten Zerstörung des Immunsystems auftreten.


AIDS-Schleife

Eine rote Schleife, die in Solidarität mit AIDS-kranken Menschen und HIV positiven Menschen getragen wird.



Allegemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Ziel des 2006 in Kraft getretenen Gesetzes ist, Benachteiligungen wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. sowie aus rassistischen Gründen zu verhindern oder zu beseitigen.


androgyn

Merkmale, die nicht eindeutig als maskulin oder feminin gelesen werden können.


ART

Die HIV-Therapie wird auch antiretrovirale Therapie (ART) genannt. 


asexuell

Menschen, die keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen spüren.


B

Barrierefreiheit

Eine Umgebung, in der Menschen nicht behindert werden. Dies kann durch einfache Sprache, Rollstuhlrampen, Untertitel usw. gewährleistet werden.


binär

Die strikte Trennung zwischen zwei Geschlechtern (Männern und Frauen).


bisexuell

Personen, die sich zu mehr als einem Geschlecht hingezogen fühlen.


Bisexuellen Flagge

Blau symbolisiert Heterosexualität, rosa Homosexualität und violett Bisexualität.

Die Flagge der Bisexuellen steht für die Kombination aus Hetero- und Homosexualität, was mit den drei verschiedenen Farben dargestellt werden soll.


C

cis

Menschen, die sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.


Coming Out

Coming-out (englisch für „herauskommen“) bezeichnet den Prozess einer Person, sich zu ihrer sexuellen Identität oder ihrer Geschlechtsidentität im privaten oder öffentlichen Kreis zu bekennen.


Community

Gemeinschaft, Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, gemeinsame Interessen pflegen, sich gemeinsamen Wertvorstellungen verpflichtet fühlen.


CSD

Der CSD erinnert an die ersten emanzipatorischen Aufstände in und um die Stonewall Bar, welche in der Christopher Street in New York City ist.


D

demisexuell

wörtlich übersetzt: zur Hälfte sexuell. Demisexuelle Menschen spüren erst einmal keine sexuelle Anziehung. Körperliche Lust entsteht nur, wenn eine starke emotionale Bindung aufgebaut wird.


Diskriminierung

Diskriminierung unterscheidet, schließt aus, benachteiligt oder bevorzugt. Sie trifft Menschen z.B. auf Grund von Herkunft, Nationalität, Sprache, Religion und Aufenthaltsstatus, auf Grund der Hautfarbe, einer Behinderung oder des Erscheinungsbildes, auf Grund von Alter, Geschlecht und sexueller Identität, wegen des Bildungsstandes oder der sozialen Stellung. Wer diskriminiert, nimmt bestimmte Merkmale einer Person in den Blick und begründet damit ihre Ungleichbehandlung. Diskriminierung richtet sich gegen einzelne Menschen oder gegen sogenannte Gruppen (z.B. trans* Personen, schwule Männer, Schleier oder Kopftuch tragende Muslima, Schwarze Menschen) und kann verbal, tätlich oder strukturell in Erscheinung treten.


divers

Selbstbezeichnung von Personen, die sich nicht in das binäre Geschlechtssystem „männlich“ und „weiblich“ einordnen lassen oder einordnen wollen. Seit 2018 ist "divers" eine dritte Geschlechtsangabe in personenbezogenen Dokumenten. Jedoch ist dieser Geschlechtereintrag rechtlich nur für inter* Personen möglich. 


Diversität

Diversität kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Vielfalt und Vielfältigkeit. Der Begriff Diversität fokussiert auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Menschen. Dabei stehen historisch gewachsene gesellschaftliche Differenzsetzungen im Mittelpunkt, die soziale Ungleichheiten hervorgebracht haben.



diversitätssensibel

bedeutet anerkennend, wertschätzend und vorurteilsfrei mit gesellschaftlicher Vielfalt und der Vielfalt von Menschen umzugehen.


Doppelaxt

Die Doppelaxt (Labrys) geht auf die Amazonen zurück und gilt seit den 1970er Jahren als feministisches Symbol und Erkennungszeichen für Lesben.



Drag-Queen / Drag-King

Drag bedeutet „Dressed as a Girl“. Menschen bezeichnen hiermit oft ihre Bühnenpersönlichkeit. Drag-Queens bzw. Drag-Kings sollten nicht mit trans* Personen verwechselt werden, da Drag Künstler*innen lediglich mit einer alternativen Identität spielen. 


Dyke

Dyke ist eine englische Bezeichnung für „Lesbe“. Früher wurden eher maskuline Lesben damit gemeint und diese Bedeutung gibt es noch heute. Die Bedeutung weitete sich mit der Zeit jedoch aus und wurde zu einem positiven Begriff, der mit Selbstbehauptung und Zähigkeit assoziiert wird. Inzwischen wird er auch im Englischen teilweise als einfaches Synonym für „Lesbe“ verwendet.


Dysphorie

Dysphorie empfinden vor allem nichtbinäre und trans* Menschen. Dysphorie ist ein Gefühl von körperlichem oder sozialem Unwohlsein. Manche nicht-binäre oder trans* Personen empfinden Dysphorie, wenn ihre Umwelt sie in einem falschen Geschlecht wahrnimmt, oder wenn ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Geschlecht nicht zu ihrem eigenen Aussehen, Verhalten und Sein passen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese eigene Unzufriedenheit auch mit dem Druck und den Erwartungen der Gesellschaft zu tun hat. Viele trans* Personen und manche nicht-binären Personen ergreifen Maßnahmen wie Hormontherapien und/oder Operationen, um ihre Körper dieser Wahrnehmung anzupassen.

Nicht alle trans* Personen (binär sowie nicht-binär) erleben Dysphorie.


F

frauenliebend

Viele ältere lesbische Frauen bezeichnen sich oft selbst nicht als "lesbisch", da dieser Begriff lange eine negative Konnotation hatte.


G

Gender

Ein englischer Begriff für das sozial gelebte Geschlecht.


genderfluid

Bei genderfluiden Personen ändert sich die Geschlechtsidentität über einen Zeitraum oder auf bestimmte Situationen bezogen. Das Geschlecht kann zwischen allen möglichen Geschlechtern wechseln, z.B. von männlich zu weiblich, aber auch von weiblich zu nonbinary, von nonbinary zu agender, etc.  Im Unterschied zu einer genderqueeren Identität ändert sich die Identität und ist nicht unbedingt zu jedem Zeitpunkt außerhalb der Geschlechterbinarität zu verorten.


gendersensible Sprache

hiermit können alle Geschlechter und Menschen, die sich keinen Geschlechtern zuordnen angesprochen werden. 

Beispiel:

mehrere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden gendersensibel 

"Mitarbeitende"/ "Mitarbeiter*innen"/ "Mitarbeiter_innen" oder "Mitarbeiter:innen" geschrieben



Geschlechtsangleichung

Manche trans* Personen nehmen eine Geschlechtsangleichung (bzw. Transition) vor. Diese kann auf verschiedenen Ebenen ablaufen:

1. Sozial

Das (teilweise) Bekannt- und Sichtbarmachen des tatsächlichen Geschlechts (z.B. durch äußeres Coming-Out, Kleidung, Accessoires, Wahl eines anderen Vornamens) oder des zwischen oder bzw. außerhalb von Geschlechtern Seins.

2. Rechtlich

a) Vornamensänderung (VÄ)

b) Personenstandsänderung (PÄ) Voraussetzungen: Antrag beim Amtsgerich, zwei vom Gericht bestellte Gutachten, mehrmonatige Dauer, Kosten über 1000 Euro.

3. Medizinisch

z.B. Hormonersatztherapie, chirurgische Eingriffe. Voraussetzungen: Diagnose "Transsexualität" nach ICD-11, Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der gesetzlichen Krankenkassen (MDK) nach der Leitlinie "Standards der Bahandlung und Begutachtung von Trans* Personen".



Geschlechtsidentität

Geschlechtsidentität beschreibt das Geschlecht einer Person. Die Geschlechtsidentität  wird von einer Person selbst bestimmt und ist nicht abhängig von der Wahrnehmung anderer.


Gleichstellung

Maßnahmen, welche marginalisierten Gruppen dieselben Möglichkeiten einräumen.


H

Heteronormativität

In einer heteronormativen Gesellschaft werden an alle Menschen soziale Erwartungen gerichtet, wie sie als Männer und Frauen miteinander leben sollen. In diesem System werden Menschen, die von diesem Standard abweichen, als „nicht-normal“  und damit als „unnatürlich“ angesehen.


Heterosexualität

Eine sexuelle Identität, in der sexuelles Begehren auf Menschen des (in der Logik eines Zwei Geschlechter-Systems) „anderen” Geschlechts ausgerichtet ist.


HIV

HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) ist eine schwer übertragbare erworbene Immunschwäche, die heute sehr gut behandelbar ist. Das Endstadium von HIV ist AIDS. HIV positive Menschen, die regelmäßig HIV-Medikamente nehmen entwickeln heute kaum noch AIDS und sind können HIV auch meist nicht mehr weitergeben.


Homophobie

Dieser Begriff wird oft für die Beschreibung von homofeindlichen Einstellungen genutzt. Er steht in der Kritik, da eine Phobie eine pathologische Angst beschreibt und nicht den Hass und die Ablehnung um die es eigentlich geht.


Homosexualität

Menschen, die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen. Viele Lesben und Schwule nutzen den Begriff nicht zur Selbstidentifikation, da der Begriff zu sehr die Sexualität und nicht die schwul-lesbischen Lebensweisen betont.


I

Inklusion

Inklusion geht von der Gleichwertigkeit von Menschen aus, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können.


Inter*

Inter* Menschen werden mit Variationen der Geschlechtsmerkmale geboren. 


Inter*-Flagge

Die Flagge der Inter*-Community besteht aus gelb, einer geschlechtsneutralen Farbe. Der Kreis symbolisiert Ganzheitlichkeit und körperliche Integrität.


Intersektionalität

Intersektionalität (von englisch intersection „Schnittpunkt, Schnittmenge“) beschreibt die Überschneidung und Gleichzeitigkeit von verschiedenen Diskriminierungskategorien gegenüber einer Person. Eine Schwarze lesbische Frau kann so Diskriminierung für ihr Schwarz sein, für ihre Homosexualität und für ihr Geschlecht erfahren.


K

Kindesentzug

Im LSBTI*-Kontext: Bis in die 1990er Jahre hinein wurden lesbische Mütter von ihren Kindern getrennt. 


kultursensible Pflege

Kultursensible Pflege bedeutet eine Pflege die sich an den jeweiligen Menschen ausrichtet. Die pflegebedürftige Person wird als Individuum mit eigener Lebenswelt wahrgenommen. Heute wird oft der Begriff "diversitätssensible Pflege" verwendet.


L

Lesbisch

Selbstbezeichnung von vielen homosexuellen Frauen.


LGBTI*

Dies ist die englische Variante von LSBTI*. Die Buchstaben stehen für:

  • lesbian
  • gay
  • bisexual
  • trans*
  • inter*

Das Sternchen (Asterisk) weist auf die Vielfalt von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten hin und gibt Raum für vielfältige weitere Selbstbezeichnungen.


LSBTI*

Diese Buchstaben stehen für:

  • lesbisch
  • schwul
  • bisexuell
  • trans*
  • inter*

Das Sternchen (Asterisk) weist auf die Vielfalt von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten hin und gibt Raum für vielfältige weitere Selbstbezeichnungen.


M

männerliebend

Viele ältere schwule Männer bezeichnen sich oft selbst nicht als "schwul", da dieser Begriff lange eine negative Konnotation hatte.


Marssymbol


Marssymbol, auch Zeichen für Männlichkeit. Zwei ineinander gestellte Zeichen symbolisieren männliche Homosexualität.


Minderheitenstress

Vor allem sozial benachteiligte Gruppen sind aufgrund einer höheren Stressbelastung einer höheren Krankheitsanfälligkeit ausgesetzt. 

Diese höhere Stressbelastung, auch Minderheitenstress genannt, führt bei LSBTI* dazu, dass zu den generellen Stressoren, die von allen Menschen erlebt werden, spezifische Stressbelastungen hinzukommen. Diese zusätzlichen Belastungen erfordern von den stigmatisierten Personen spezielle Anpassungsleistungen. In Bezug auf LSBTI* sind vier Minderheitenstressprozesse zu benennen: 

  • das Erleben von Gewalt und Diskriminierung bzw. LSBTI*-Feindlichkeit
  • die Befürchtung, dass Diskriminierungen eintreten
  • das Verbergen bzw. Offenbaren der eigenen sexuellen bzw. geschlechtlichen Identität die internalisierte LSBTI*-Feindlichkeit 


misgendern

Misgendern ist das Zuschreiben eines falschen Geschlechts. Dies kann bewusst oder unbewusst passieren. Eine besondere Verwundbarkeit haben trans* und inter* Personen, da diese aufgrund der Diskrepanz zwischen Geschlechtsidentität und gelesenem Geschlecht häufig misgendert werden.


monogam

Der Wunsch in einer sexuell exklusiven Beziehung zu leben.


MSM

Männer, die Sex mit Männern haben. Diese Bezeichnung findet sich oft in medizinischen Texten zu HIV. Der Begriff bezieht sich lediglich auf die sexuelle Praxis und nicht auf von Identitäten (auch heterosexuell identifizierte Männer können Sex mit Männern haben)


N

Neopronomen

Da es kein geschlechtsneutrales Pronomen im deutschen Sprachgebrauch gibt, nutzen viele nicht-binäre Personen Neopronomen. Diese sind ungewohnt und daher passieren Fehler. Der Versuch diese zu verwenden, vermittelt nicht-binären Personen Respekt. Beliebte Neopronomen sind: „they“ / „them“ (aus dem Englischen), „xie“, „xier“, „xiem“. Andere Personen bevorzugen keine Pronomen, sondern verwenden ihren Namen.


nicht-binär

Menschen, die weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig sind.


O

offene Beziehung

Eine Beziehung, in der wenig/kein Wert auf sexuelle Exklusivität gelegt wird.


P

pansexuell

Menschen, die sich zu allen Geschlechtern hingezogen fühlen.


Paragraph 151

Die DDR ersetzte den Paragrafen 175 durch einen neuen Paragrafen 151. Dieser stellte gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen mit Jugendlichen unter Strafe - und zwar sowohl für Männer als auch für Frauen. Für homosexuelle Handlungen sah er ein höheres Schutzalter als für heterosexuelle vor.


Paragraph 175

Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches existierte vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Er stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. 


PEP

Als Postexpositionsprophylaxe (PEP) bezeichnet man  die Gabe von Medikamenten nach möglichem HIV-Kontakt, um eine Übertragung zu verhindern.


Polyamorie

Polyamorie bedeutet mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben/ mit mehreren Menschen in einer Beziehung zu sein.

PrEP

PrEP bedeutet „Prä-Expositions-Prophylaxe“, auf Deutsch: Vorsorge vor einem möglichen HIV-Kontakt. Die PrEP ist eine Safer-Sex-Methode, bei der HIV-Negative ein HIV-Medikament einnehmen, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen. Die PrEP schützt vor HIV, aber nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).


Pronomen

Beschreibende Wörter für Personen: z.B. „Das ist Frau Müller. Sie ist 82 Jahre alt.“

„Sie“ ersetzt den Namen von Frau Müller, und gibt damit ihr Geschlecht bekannt.

Im deutschen Sprachgebrauch sind folgende Pronomen üblich: sie, er, es. Während „sie“ und „er“ meist in Bezug auf Männer und Frauen verwendet wird, beschreibt das Pronomen „es“ Gegenstände. 

Es gibt kein geschlechtsneutrales Pronomen für nicht-binäre Personen. Daher nutzen viele Neopronomen. 


Q

queer

Dieses Wort kann für viele Dinge stehen. Oft wird es verwendet um auszusagen, dass man etwas an den vorherrschenden Geschlechterverhältnissen ändern möchte oder um zu signalisieren, dass man in dieses System nicht passt. Viele LSBTI*-Personen bezeichnen sich als „queer“.


R

Regenbogenflagge

Das Erkennungszeichen von vielen LSBTI*

Regenbogenfahne – Wikipedia


Rosa Winkel

Der Rosa Winkel diente während der Zeit des Nationalsozialismus der Kennzeichnung von Häftlingen in den Konzentrationslagern, sofern sie aufgrund ihrer Homosexualität dorthin verschleppt worden waren. Der Rosa Winkel entwickelte sich seit den 1970er Jahren zu einem internationalen Symbol der Schwulenbewegung.

hdgö - Verfolgung von Menschen für homosexuelle Handlungen


S

Schwerpunktpraxis

In vielen größeren Städten gibt es HIV-Schwerpunktpraxen. Diese sind auf die Behandlung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) spezialisiert.


Schwul

Selbstbezeichnung vieler homosexueller Männer.


STI

Sexuell übertragbare Infektionen wie etwas Syphilis, Gonorrhö, HPV usw.

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T

trans*

Trans* beschreibt Menschen, die sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.

Der Begriff Trans* umfasst binäre (Mann-Frau), sowie nicht-binäre Personen. 


trans* Flagge

trans* Flagge


trans* Symbol

Diese Symbol vereint das Marszeichen (Zeichen für Männlichkeit) und das Venuszeichen (Zeichen für Weiblichkeit) und ergänzt es mit einer Mischung aus beiden Zeichen.



Transfreindlichkeit / Transphobie

Die Diskriminierung von trans* Personen Diese kann bewusst sowie unbewusst passieren. Dies ist eine Gewaltausübung gegen trans* Personen. Dies reicht vom bewussten Misgendern bis hin zur körperlichen Gewalt. 

Transfeindlichkeit äußert sich auch in offiziellen Regelungen und Gesetzen. 



Transition

Manche trans* Personen nehmen eine Transition (bzw. Geschlechtsangleichung) vor. Diese kann auf verschiedenen Ebenen ablaufen:

1. Sozial

Das (teilweise) Bekannt- und Sichtbarmachen des tatsächlichen Geschlechts (z.B. durch äußeres Coming-Out, Kleidung, Accessoires, Wahl eines anderen Vornamens) oder des zwischen oder bzw. außerhalb von Geschlechtern Seins.

2. Rechtlich

a) Vornamensänderung (VÄ)

b) Personenstandsänderung (PÄ) Voraussetzungen: Antrag beim Amtsgericht, zwei vom Gericht bestellte Gutachten, mehrmonatige Dauer, Kosten über 1000 Euro.

3. Medizinisch

z.B. Hormonersatztherapie, chirurgische Eingriffe. Voraussetzungen: Diagnose "Transsexualität" nach ICD-11, Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der gesetzlichen Krankenkassen (MDK) nach der Leitlinie "Standards der Behandlung und Begutachtung von Trans* Personen.


Trauma

Als psychisches, seelisches oder mentales Trauma (Plural Traumata, Traumen) wird in der Psychologie eine seelische Verletzung bezeichnet. Viele LSBTI*-Personen haben traumatische Erfahrungen gemacht und können durch gewisse Handlungen oder Situationen retraumatisiert werden. 


U

undedectable

Englisches Wort für "unter der Nachweisgrenze"


Unter der Nachweisgrenze

HIV positive Menschen, die HIV-Medikamente nehmen, sind häufig "unter der Nachweisgrenze" (engl. undetectable). In ihrem Blut und in ihrer Vaginalflüssigkeit bzw. Spermien kann kein HIV nachgewiesen werden. Dies bedeutet, dass sie beim Sex kein HIV an ihre Partner*innen weitergeben können.


V

Venussymbol


Venussymbol, auch Zeichen für Weiblichkeit. Zwei ineinander gestellte Zeichen symbolisieren weibliche Homosexualität.


W

Wahlfamilie

Vor allem ältere LSBTI*-Personen haben von ihrer Herkunftsfamilie Ablehnung erfahren bzw. haben seltener eigene Kinder als ältere heterosexuelle Menschen. Für LSBTI* sind daher eher Freund*innen, die sogenannte Wahlfamilie, das wichtigste Unterstützungssystem.



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